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Deutsche Jesuiten Missionare

Christliche Missionare von der süddeutschen Provinz der Jesuiten kommen seit 1687 nach Sonora, im nördlichen Mexiko (heute Teil von Arizona), um die dortige Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Der Jesuit Ignaz Pfefferkorn (1726-1798) aus Mannheim lernt, wie viele seiner Glaubensbrüder, nach seiner Ankunft in Amerika die lokalen indianischen Sprachen.

Jesuiten und Tohono O’odham

Die Jesuiten wollen aus den nomadischen Indianern Siedler machen. Sie lehren die Pimas (richtig: Tohono O’odham), Eudebes und Maricopa den Ackerbau und die Viehzucht und unterrichten sie im Lesen und Schreiben. Die Jesuiten bemühen sich, Missionsstätten zu gründen. Sie schützen, soweit wie es ihnen möglich ist, die zum Christentum bekehrten Tohono O’odham, Eudebes und Maricopa gegen die Apachen und Seris, die sich militärisch gegen die Kolonisierung durch die Spanier wehren.   

Die Jesuiten werden ausgewiesen

Über Jahrzehnte entwickeln sich engere Beziehungen zwischen den Missionaren und der indigenen Bevölkerung. Doch die Spanier misstrauen den Jesuiten und befeinden sie, weil sie die Indianer gegen die Ausbeutung seitens der spanischen Kolonialherren schützen wollen.1767 werden Pfefferkorn und seine Glaubensbrüder verhaftet und aus Amerika vertrieben.

“Wir waren in diesem Striche Landes... fast alle deutsche Missionarien. Denn diese machen entweder ueberall die Avantgarde aus, oder saßen, als verlohrne Schildwachen, immer auf den aeußersten Grenzen, die noch mit den voellig Wilden benachbart sind.”

- Missionary Joseph Och (1725-1773) über die Lage in Sonora

Pfefferkorn dokumentiert seinen Aufenthalt im Südwesten

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland verfasst Pfefferkorn eine zweibändige Enzyklopädie (1794-1795) über die Mission der Jesuiten und die Welt der mexikanischen Wüste. Dort berichtet er über die Landschaft, die Pflanzen und Tiere und die Verhältnisse zwischen den Missionaren und den Tohono O’odham. Seine Beschreibungen geben ein klares Bild von den Begegnungen zwischen den Europäern und der indigenen Bevölkerung. Die Jesuiten beurteilen die Tohono O’odham meist aus der Sicht der westlichen Kultur und sehen in ihnen erst nur Nomaden, die „zivilisiert“ werden müssen und dann als Menschen, die sie zum Christentum konvertieren wollen.

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